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Behandlungsmethoden die
Zahnarztangst zu bewältigen
1. Das Ziel
Die wichtigste Aufgabe
in der Behandlung zur Angstbewältigung sehen wir darin, unseren Patienten
zu helfen, ihre eigene Fähigkeiten zur Angstbewältigung zu finden und zu
entwickeln.
Es sollte dem
Patienten dadurch möglich sein, regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen, ohne das
er Ängste spürt.
2. Erstes Gespräch
Das erste Gespräch
findet in einem neutralen
Besprechungsraum statt, wo keine zahnärztlichen Instrumente und
Geräte zu sehen sind (z.B. im Arztbüro).
Bei diesem Besuch
findet keine Zahnbehandlung
statt. Selbst der Zahnarzt trägt keine Berufskleidung.
Dem Patienten wird die
Möglichkeit gegeben individuell auf seine Zahnbehandlungsängste und auf
verschiedene Lösungsmöglichkeiten und Wünsche einzugehen.
Der Patient wird über
alle Möglichkeiten, welche die Ängste vermindern individuell beraten-
unter anderem füllen wir zusammen mit ihm einen speziellen Fragebogen aus.
3. Untersuchung
Beim 2. und 3.
Termin findet die Untersuchung der Mundhöhle auf dem Zahnarztstuhl
statt.Es kann z.B. notwendig sein die Zähne mit einem Zahnspiegel
anzuschauen und sie eventuell mit etwas Luft trocken zu pusten.Danach
können weitere Behandlungsschritte festgelegt werden.
4. Röntgen
Beim 3. Termin könnte schon ein Röntgenbild angefertigt werden.
Normalerweise reicht ein großes Röntgenbild (Panoramaschichtaufnahme =
OPG) das den gesamten Zahnstatus, die Kieferhöhlen und beide
Kiefergelenke zeigt. Dadurch kann der Zahnarzt eine genauere
Diagnose des Behandlungsbedarfs feststellen.Man sieht beispielsweise
chronische Zysten die zwar keine Schmerzen verursachen müsse, aber den
Kieferknochen auflösen.
5. Behandlungsplan
Nach der 1. Untersuchung auf dem Zahnarztstuhl und unter
Berücksichtigung des OPG`s (Röntgenbild) wird gemeinsam mit dem
Patienten überlegt, welche Methoden einer angstfreien Behandlung in
Frage kommen (z.B. Narkose oder Therapie mit angstlösenden Mitteln.
6. Desensibilisierung
Ist eine wissenschaftliche erprobte Methode, Ängste abzubauen:
Der Patient wird allmählich mit der Situation konfrontiert, die bei Ihm
Ängste auslöst.Danach erfolgt ein abgestufter Angstabbau (Step by
Step).Der Behandler ist Ihr Trainer der sie langsam an immer mutigere
Behandlungsschritte heranführt, natürlich ohne Sie dabei zu
überfordern.Nach vorheriger Absprache mit dem Zahnarzt übernehmen Sie
die aktive Kontrolle der (z.B. Stop- Signale) Behandlung und legen so
die Behandlungsschritte fest.
Sie dürfen jederzeit stoppen oder abbrechen.
7. Medikamentöse Beruhigungsmittel
In einigen Fällen kann es hilfreich sein zur Unterstützung der
Zahnbehandlung Beruhigungsmittel einzusetzen.In leichten bis
mittelschweren Fällen helfen pflanzliche Präparate weiter.In schwierigen
Fällen professionelle- diese können entweder geschluckt, als Saft oder
Tablette, oder intravenös verabreicht werden.
8. Audioanalgesie
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Ihre Lieblingsmusik per Kopfhörer
eine Angst- und Schmerzverdrängung unterstützen kann.Bitte bringen Sie
Ihre eigene CD- Schallplatte mit.
9. Vollnarkose (Anästhesie)
Die Vollnarkose bietet dem Angstpatienten eine Möglichkeit eine sehr
umfangreiche Behandlung in kurzer Zeit hinter sich zu bringen ohne dabei
Angst zu verspüren.
Damit der Patient seine Ängste jedoch verliert, sollte er sich nach der
Narkose in eine zahnärztliche Angstbehandlung begeben.
Literaturhinweise
Wir stellen Ihnen einige Bücher vor, die es Ihnen erleichtern mit der
Angst beim Zahnarzt umzugehen.
-
Ohne Angst zum Zahnarzt
(von Mats
Mehrstedt)
ISBN-Nummer: 3-89334-386-5
-
Angst vorm Zahnarzt und wie
man sie
überwinden kann
(von Renate Soldan)
ISBN-Nummer: 3-52501-732-4

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